Was ist Crowdsourcing?
Crowdsourcing bezeichnet die Auslagerung (Outsourcing) von Aufgaben, die traditionell innerhalb einer Organisation erledigt werden, an eine Gruppe interessierter Menschen (crowd – englisch für Menschenmenge) auf freiwilliger Basis. Crowdsourcing ermöglicht völlig neue Wege des Wissenstransfers zwischen Institutionen und der Öffentlichkeit.
Warum gibt es diese Crowdsourcing-Aktion?
Das Ziel dieser Crowdsourcing-Aktion ist es, einen Bestand des Wien Museums, der nur teilweise erschlossen ist, durch interessierte Personen bearbeiten zu lassen, um ihn danach besser verfügbar zu machen.
An wen richtet sich diese Crowdsourcing-Aktion?
Die Initiative richtet sich an all jene, die aktiv an der Erschließung des historischen Bestands mitarbeiten möchten. Teilweise sind Kurrentkenntnisse, Wissen zu historischen Gebäuden oder Straßen oder Wissen zu Fotografie notwendig. Die Webseite ist darüber hinaus auch für Personen gedacht, die die Bestände einfach ansehen und durchsuchen möchten.
Gerade der/die „Fotograf:in“ und die „Datierung“ einer Fotografie können schwer zu recherchieren sein. Haben Sie hier Spezialwissen? Wenn Sie sich auf diese Angaben konzentrieren wollen, können Sie die Aufgabe „Prüfen“ wählen und Fotografien bearbeiten, bei denen andere diese Angaben als „unsicher“ markiert haben. Nutzen Sie dazu den Filter „Unsichere Angabe“ und verfeinern Sie anschließend die Erfassung mit Ihrem Wissen.
Warum setzen wir auf Crowdsourcing und machen das nicht mit KI?
Für die Erschließung dieser historischen Quellen haben wir uns gegen den Einsatz künstlicher Intelligenz entschieden und setzen stattdessen auf die Beteiligung von Ehrenamtlichen. Historische Fotografien haben manchmal rückseitig handschriftlichen Notizen, sind voller Eigenheiten und bildlicher Besonderheiten. Menschen bringen hier das nötige Feingefühl, Kontextverständnis und Interesse mit, um diese Quellen sorgfältig und verantwortungsvoll zu übertragen.
Wir verstehen die Erschließung von Museumobjekten auch nicht als rein technische Aufgabe, sondern als Möglichkeit zur aktiven Teilhabe an Geschichte. Wer mitmacht, wird Teil des Projekts – und Teil eines lebendigen Austauschs über unser gemeinsames kulturelles Erbe – in diesem Fall der historischen Stadtfotografie. Und das macht Freude!
Um welche Fotografien handelt es sich?
Die topografische Fotosammlung des Wien Museums dokumentiert die Entwicklung der Stadt Wien vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Mit ihren zahlreichen Fotografien von Straßen, Plätzen, Gebäuden und Stadtlandschaften bietet sie einen einzigartigen Einblick in die bauliche, soziale und kulturelle Geschichte der Stadt. Durch die fortlaufende Digitalisierung werden immer mehr Fotografien online zugänglich gemacht und können von einer breiten Öffentlichkeit genutzt werden. In diesem Projekt wird ein Teil davon bearbeitet – aktuell ein Teil der Bestände aus dem 8., 14., 19. und 20. Bezirk. Sie können über die Suche zwischen den Bezirken wechseln.
Wie finde ich eine bestimmte Fotografie innerhalb des Projekts?
Wählen Sie im Hauptmenu „Stadtansichten“
Sie können dort die Fotografien nach folgenden Kriterien (soweit sie schon erfasst sind) filtern:
- Bezirk
- Fotograf:in
- Thema
- Motiv
- Unsichere Angabe (Datierung unsicher, Fotograf:in unbekannt)
Was kann ich auf dieser Webseite machen?
Nachdem Sie einen Account angelegt haben, können Sie bei diesem Crowdsourcing-Projekt aktiv mitmachen und die Fotografien
- „Bearbeiten“ (genaues Beschreiben durch definierte Datenfelder) oder
- „Prüfen“ (die erfassten Daten anderer Teilnehmer:innen überprüfen und verfeinern).
Wenn Sie lieber stöbern, können Sie über die Funktion
- „Ansehen“, die fertig bearbeitete Fotografien auf dem Stadtplan von Wien ansehen
Was soll ich beim Bearbeiten eines Fotos erfassen?
Ist diese Fotografie vollständig erfasst?
- Titel laut vorgegebenem Muster.
- Fotograf:in, wenn möglich.
- Datierung, möglichst genau.
- Beschriftung auf Vorder- und Rückseite, ggf. im Bild.
- Schlagworte
- Verortung auf der Karte.
Sind Sie unsicher?
Gerade „Fotograf:in“ und „Datierung“ können schwer zu recherchieren sein. Markieren Sie Ihre Angabe als „vermutlich“ oder lassen Sie Felder leer, wenn Sie sich unsicher sind. So können andere im nächsten Schritt gezielt weiter recherchieren!
Details siehe Erfassungsregeln
Wieso sind manche Datenfelder schon ausgefüllt?
Wir haben die Datensätze aus unserer internen Datenbank übernommen, bei der zu diesen Fotografien teilweise schon Angaben enthalten waren. Eine detaillierte Beschreibung wurde aber noch nicht gemacht.
Was kann ich mit den Fotografien machen?
Die gezeigten Fotografien unterliegen dem Schutz des Urheberrechts. Der/die Urheber:in ist entweder genannt oder eine andere Institution oder Person. Teilweise ist dieser Schutz auch schon abgelaufen. Eine Wiedergabe, Massenvervielfältigung oder Veröffentlichung aller auf dieser Website gezeigten Fotografien ist nicht gestattet. Ein Download Funktion ist nicht vorgesehen, da die Informationen zum Bild noch durch die Crowd bearbeitet werden. Fertig bearbeitete Fotografien und generell ein breites Angebot an „Open Content“ finden Sie in unserer Online Sammlung.
„Bereits in Bearbeitung“: Warum können manche Fotografien nicht bearbeitet werden?
Alle Beiträger:innen haben die Möglichkeit, bis zu fünf Fotografien für maximal sieben Tage zu reservieren, um später an der Erfassung weiterzuarbeiten. Sollten Sie es nicht schaffen, eine reservierte Fotografie innerhalb von sieben Tagen zu bearbeiten, wird die Fotografie zur weiteren Erfassung für andere Beiträger:innen freigegeben.
Wie oft wird eine Fotografie geprüft?
Wenn eine Fotografie von anderen Beiträger:innen dreimal geprüft und als korrekt bestätigt wurde, ist das Bearbeiten abgeschlossen und die Fotografie steht zum Ansehen zur Verfügung. Wenn Sie in einer Bearbeitung Fehler entdecken, verbessern Sie sie und erstellen eine neue Version, die wiederum geprüft werden kann und erst nach dreimaliger Bestätigung als korrekt ausgewiesen wird.
Was mache ich, wenn ich einen Fehler in einem Beitrag gefunden habe?
Stoßen Sie bei der Aufgabe „Prüfen“ auf einen Fehler, korrigieren Sie ihn bitte und erstellen so nach dem Speichern eine neue Version.
Wie kann ich einen Kommentar hinzufügen?
Einen Kommentar können Sie beim Bearbeiten hinzufügen, indem Sie rechts unten auf „Kommentar hinzufügen“ klicken.
Dadurch ist es möglich, anderen Beiträger*innen etwas mitzuteilen, falls es z. B. Unklarheiten bei der Erfassung gibt.
Wurde zu einer Seite ein Kommentar abgegeben, erkennen Sie das am Sprechblasen-Symbol neben den Informationen zur Seite (Erstellt von ...). Mit einem Klick auf die Sprechblase können Sie den Kommentar lesen.
Prüfen Mitarbeiter:innen im Wien Museum alle Beiträge?
Die Qualitätskontrolle der Beschreibungen ist eine Aufgabe, die einen zentralen Bestandteil der Crowdsourcing-Aktion darstellt und von den Beiträger:innen übernommen wird. Dies entspricht dem Verständnis von Crowdsourcing, bei dem Beiträger:innen Verantwortung für sich und andere übernehmen und so wesentlich zum Gelingen einer Aktion beitragen. Nach dem Projekt werden die Daten in unsere interne Museumsdatenbank übernommen und vor einer Veröffentlichung auf unserer Online Sammlung von der/dem zuständigen Kurator:in freigegeben. Dabei ist möglich, dass Inhalte in Einzelfällen noch verändert werden.
Was passiert mit den Beschreibungen?
Die Informationen werden nach Projektende in die Museumsdatenbank des Wien Museums übernommen. Dort werden sie langfristig gesichert und durchsuchbar gemacht. Nach rechtlicher Möglichkeit veröffentlichen wir alle unsere digitalisierten Objekte inklusive ihrer Informationen auch auf unserer Online Sammlung.
Ich möchte etwas weiter recherchieren (zu Fotograf:innen, Datierungen etc.) Wo kann ich suchen?
Gute Quellen zur Recherche sind zum Beispiel:
- Fotobiobibliographie, digitale Publikation der Albertina
„In der von Timm Starl verfassten und ständig aktualisierten Datenbank sind biografische und bibliografische Daten zu Personen, Institutionen und Firmen, die im Gebiet des heutigen Österreich – zumindest zeitweilig – tätig waren oder sind und sich mit Fotografie beschäftigt haben bzw. beschäftigen, zu finden.“
digitalepublikationen.albertina.at/bibliography - ANNO
„ANNO (AustriaN Newspaper Online) ist der virtuelle Zeitungslesesaal der Österreichischen Nationalbibliothek. In ANNO kann in historischen österreichischen Zeitungen und Zeitschriften online geblättert, gelesen und gesucht werden.“
anno.onb.ac.at - Wien Museum Online Sammlung
Viele Fotograf:innen sind schon in unserer Online Sammlung vertreten. Auch andere Objekte lassen manchmal Rückschlüsse auf Datierungen oder Beteiligte schließen. Neben der Volltextsuche können Sie in der Detailsuche nach Bezirk, Schlagwort, Beteiligte, Datierung etc. einschränken:
sammlung.wienmuseum.at
Wie wird das Ranking erstellt?
Das Ranking der Beiträger:innen basiert auf der Zählung von Beiträgen zum Bearbeiten der Seiten und von Bestätigungen fertig bearbeiteter Fotografien. Für jede Seite, an der (mit)bearbeitet wurde, bekommen die Beiträger:innen einen Punkt. Für jede Bestätigung einer Version bekommen die Beiträger:innen einen Punkt. Die Punkte für Bearbeitungen und Bestätigungen werden zusammengezählt, allerdings getrennt angezeigt.
Was brauche ich, um ein Benutzer:innen-Konto anzulegen?
Sie brauchen eine E-Mail-Adresse, an die wir Ihnen einen Aktivierungslink schicken. Gleichzeitig wählen Sie Ihren öffentlich sichtbaren Benutzer:innen-Namen und Ihr Passwort.
Wie kann ich mein Konto löschen?
Wenn Sie Ihr Konto löschen wollen, kontaktieren Sie uns bitte unter: crowdsourcing@wienmusem.at. Ihre Beiträge bleiben erhalten.
Wie kann ich bei Fragen Kontakt aufnehmen?
Bei Fragen zur Crowdsourcing-Aktion des Wien Museums kontaktieren Sie uns gerne unter: crowdsourcing@wienmuseum.at.
Wie kann ich die Benachrichtigungen ausschalten?
Ob oder welche Benachrichtigungen Sie erhalten, können Sie individuell im Profil unter dem Reiter „Einstellungen“ auswählen. Sie erhalten Benachrichtigungen ausschließlich in Ihrem Crowdsourcing-Profil online und nicht als E-Mail.